(Bildqulle unbekannt)
Noch knapp zwei Monate, dann ist es vorbei, dieses atemberaubende Klinikjahr. Und obwohl mir die Arbeit nach wie vor großen Spaß macht, muss ich sagen: Es fühlt sich richtig an zu gehen - es ist an der Zeit mir neue Aufgaben, neue Herausforderungen zu suchen. Zwar weiß ich noch nicht, wie es weitergehen wird, aber ich bin zuversichtlich, dass es nun bald mit dem Studium losgehen wird, auch wenn mein Weg vielleicht nicht so geradlinig sein wird, wie ich es mir damals als frischgebackene Abiturientin erhofft hatte.
Wenn ich zurückblicke auf dieses Jahr, dann bin ich nach wie vor sehr froh, diesen Schritt gewagt zu haben, denn auch wenn es sich zu Beginn wie ein Sprung ins eiskalte Wasser angefühlt hat, habe ich von diesen 12 Monaten sehr profitiert. Ich habe das unbestimmte Gefühl nun im Leben angekommen zu sein, bin selbstsicherer geworden und ruhe mehr in mir. Freunde, die mich lange nicht gesehen haben, sagen mir nun Dinge wie “Du wirkst glücklicher, zufriedener” oder “Du bist erwachsener geworden” – und so fühle ich mich auch. Die Zeit im Krankenhaus hat mich verändert und in vielen Dingen bestärkt, ich habe außergewöhnliche Menschen getroffen, von denen ich viel gelernt habe – nicht nur berufliches, sondern auch fürs Leben. Diese Menschen machen den Abscheid natürlich schwerer, aber ich muss nun den nächsten Schritt wagen, muss meinem Ziel wieder ein Stückchen näher kommen. Und für immer, das war diese Arbeit natürlich nie, meine Zeit als Bundesfreiwillige war von Anfang an begrenzt, das Ende war immer absehbar.
Manchmal kann ich immer noch nicht fassen, wie viel Glück ich hatte – das ist mir besonders deutlich geworden, als ich auf Seminar mit anderen Freiwilligen gesprochen habe. Ich habe eine gute Stelle gefunden, ich wurde unterstützt und habe mich wohl gefühlt. Und dafür bin ich wirklich sehr dankbar, denn das ist nicht selbstverständlich. Nun freue ich mich auf meine letzten zwei Monate und bin sicher, dass sie noch einige Überraschungen für mich bereit halten werden.

